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6 Tipps für hustende Pferde

Husten ist eine der häufigsten Gründe warum Pferde langfristig nicht geritten werden können. Es ist ein bekanntes Problem, dem viele Pferdehalter hilflos gegenüberstehen. Die wenigsten haben den Luxus alles rund um die Haltung selbst entscheiden zu können und sind meist an die Bedingungen ihres Pensionsstalls gebunden.

Wir haben Dir sechs Tipps zusammengestellt, die Deinem Pferd bei Husten helfen können. Die Ursachen für einen Husten sind oft weit gefächert und gerne spielen verschiedenen Faktoren eine Rolle. Unsere Tipps sind ein erster Ansatz, eine Verbesserung herbeizuführen und können helfen der Ursache auf den Grund zu gehen. Husten beim Pferd ist nicht wie ein leichter Schnupfen beim Menschen, der von allein wieder weggeht. Es ist ein ernstzunehmendes Symptom, das bei längerer Missachtung das Potential für eine chronische Erkrankung mit sich bringt. Es ist ratsam hier eng mit Deinem Tierarzt zusammenarbeiten, um wirklich die Ursache zu finden.

1. Raus auf die Weide

Die Weide: Ideal für Pferde mit Atemwegsproblemen

Eine der Hauptursachen für Husten bei Pferden ist leider die Haltung. Der konstante Staub in schlecht belüfteten Ställen bedeutet Stress für die Pferdelunge und kann langfristig zu Husten und chronischen Krankheiten, wie IAD und RAO führen. Deshalb sollte in erster Linie das Ziel sein, die Haltungsbedingungen zu optimieren. Auf der Weide ist das Pferd nicht konstant Staub und Ammoniak ausgesetzt, daher kann mehr Weidezeit oftmals schon eine große Erleichterung bringen.

 

2. Heuqualität kontrollieren

Pferd frisst qualitativ hochwertiges Heu

Für Pferde ist es sehr wichtig, dass keine langen Fresspausen (> 4 Stunden) entstehen, aber auch die Heuqualität spielt eine große Rolle. Bei der Heuqualität spielen unter anderem der Schnitt, Geruch, Farbe eine Rolle.
Heu wird meist einmal im Frühjahr (1. Schnitt) und einmal im Herbst (2. Schnitt) gemäht. Das Heu aus dem ersten Schnitt hat längere Halme und einen hohen Raufaseranteil, während der zweite Schnitt energiereicher ist. Daher sollte idealerweise für die Verdauung des Pferdes eher Heu aus dem ersten Schnitt verwendet werden.

Gerade bei Pferden mit Atemwegserkrankungen und Husten möchte man auf jeden Fall Schimmel und Pilzsporen im Heu vermeiden. Ein wichtiges Indiz hier ist der Geruch und die Farbe des Heus. Das Heu sollte nach Wiese riechen und nicht modrig und die Farbe sollte grün oder beige sein. Braunes, schwarzes oder graues Heu ist verschimmelt und sollte in keinem Fall verfüttert werden. Pilzsporen sind im Heu leider nicht so leicht zu identifizieren. Das Heu ist oft sehr staubig und an den Halmen befinden sich manchmal kleine schwarze Punkte.

Zusammengefasst:

  • Lange Halme
  • Grün bis beige Farbe
  • Keine hohe Staubentwicklung
  • Keine schwarzen Punkte an den Halmen

Um eine gute Heuqualität zu gewährleisten ist in erster Linie natürlich die Bepflanzung der Wiese entscheidend. Auf den meisten Weiden in Deutschland sind Grasmischungen für Kühe ausgesät, die einen hohen Eiweißanteil enthalten. Der empfindlichen Pferdemagen ist aber auf Steppengras mit einem hohen Raufaseranteil ausgerichtet und kann dieses Gras nicht gut verarbeiten. Außerdem sollten dort auch verschiedene Kräuter gepflanzt sein und es sollte regelmäßig auf Giftpflanzen kontrolliert werden.

Daneben ist auch die Lagerung des Heus entscheidend. Im Idealfall wird das Heu möglichst dunkel, trocken und ohne direkten Bodenkontakt gelagert.

Eine viel gewählte Alternative ist die Silage oder Heulage, da diese weniger Staubentwicklung zeigt. Durch eine kürzere Trockenphase und das Einwickeln in Folie wird das Gras haltbar gemacht und enthält mehr Feuchtigkeit als Heu. Allerdings bietet Silage andere gesundheitliche Risiken, insbesondere für leichtfuttrige Pferde. Durch die Konservierung weist die Silage wesentlich höhere Werte für Energie und Eiweiße auf und bringt damit die Gefahr der Überfütterung mit sich. Daher eignet sich Silage nicht, um Sie dem Pferd ad libitum bereit zu stellen. Lange Fresspausen bringen jedoch oftmals Magenprobleme und Stoffwechselbelastungen mit sich.

Eine gute Heuqualität ist also die Basis für ein gesundes Pferd. Falls das Heu in Deinem Stall sehr staubig oder gar verschimmelt ist, wird es sicher noch mehr Pferde mit Atemwegs- oder Magenproblemen geben. In erster Linie ist es natürlich sinnvoll mit dem Hofbetreiber zu sprechen, was für Möglichkeiten es gibt die Heuqualität zu verbessern und hier auch die Folgen aufzuzeigen. Ansonsten kann man sich auch mit mehreren im Stall zusammenschließen und nach Alternativen suchen. Selbst wenn dann monatlich höhere Kosten fällig werden, können langfristig gesehen Tierarztkosten gespart werden.

3. Heu bedampfen

Heu bedampfen für Pferde mit COPB, COB, RAO, IAD, EA

Bei atemwegserkrankten Pferden ist es eine bekannte Maßnahme das Heu zu waschen oder zu wässern, um die Staubbelastung zu reduzieren. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn durch das Wässern verliert das Heu Nährstoffe und der Keimgehalt steigt schnell an. Das Heu wässern ist deutlich kostengünstiger, aber birgt somit auch viele Risiken. Durch die hohe Feuchtigkeit kleben die Bakterien dann schnell am Heu und landen anstatt in der Lunge im Magen. Die weitaus bessere Alternative ist das Heu zu bedampfen, da hier die Nährstoffe nicht verloren gehen und die Keime sich auch bei langer Bedampfung nicht vermehren. Leider empfiehlt sich hier auch nicht die Marke Eigenbau, denn diese erhitzen das Heu nicht gleichmäßig und oftmals sind die verwendeten Materialien nicht aus hitzebeständigem Kunststoff. Wir empfehlen zum Testen einen Heubedampfer zu leihen oder sich mit anderen aus der Stallgemeinschaft zusammenzutun.

 

4. Qualitative Einstreu verwenden

Staubfreie Einstreu

Gerade bei Pferden, die im Stall stehen ist die Einstreu einer der größten Ursachen für eine hohe Staubentwicklung. Natürlich hilft auch eine gute Belüftung durch offene Fenster und Türen im Stall, aber noch besser ist es, wenn gar nicht erst so viel Staub entsteht. Da die Stallbelüftung oft nicht zu beeinflussen ist, sollte idealerweise zumindest das Einstreu getauscht werden. Falls noch mehr Pferde im Stall betroffen sind, kann man vielleicht auch Boxen nebeneinander wählen, da diese ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen. Die Staubbelastung ausgehend von benachbarten Boxen könnte somit reduziert werden. Aber gibt es eigentlich ein staubfreies Einstreu für Pferde? Stroh ist schon bekannt dafür, dass es mit einer sehr hohen Staubentwicklung verbunden wird. Inzwischen gibt es hierzu eine Vielzahl an Alternativen von Leinenstroh, Hanf und Spänen bis hin zu Miscanthus (Elefantengras), die alle mit einer sehr viel geringeren Staubentwicklung verbunden sind. Darüber hinaus gibt es auch Alternativen, wie Hippodung und Waldboden, die laut den Herstellern die Ammoniakbildung blockieren. Dadurch fällt sehr viel weniger Mist an, was auch unter Umweltaspekten zu bevorzugen ist. Hier liegt es am Menschen, genau hinzuschauen und zu entscheiden, was gut ist für das Pferd. Falls Du Dir unsicher bist, befrage am besten Deinen Tierarzt.

 

5. Bewegung

Pferd in der freien Bewegung

Damit die Atemwege des Pferdes gereinigt und der Stoffwechsel in Schwung kommt hilft Bewegung, am besten an der frischen Luft. Nur hustende Pferde sollten sich nicht überanstrengen, um die Lungenbläschen nicht weiter zu reizen. Dabei ist zu bedenken, dass auch eine sehr staubige Halle eine Belastung darstellen kann. Hier liegt es am Besitzer einzuschätzen, was gut für Sein Pferd ist und was zu viel ist. Falls Du Dir unsicher bist befrage am besten Deinen Tierarzt.

6. Inhalieren

Pferde inhalieren mit AirOne Inhalator

Für uns Menschen ist es ganz normal bei Erkältungen heißen Wasserdampf zu inhalieren und jeder weiß, dass für COPD Patienten und Asthmatiker ein Urlaub am Meer eine Wohltat ist. Das gleiche gilt auch für Pferde mit Atemwegserkrankungen wie IAD und RAO, denn auch hier hat sich die Inhalation als höchsterfolgreiche Therapieform etabliert. Leider ist es nicht jedem möglich sein Pferd am Meer unterzubringen oder dort mehrmals im Jahr hinzufahren. Deshalb gibt es inzwischen Alternativen, die auch zuhause in Deinem Stall funktionieren. Es gibt inzwischen viele Anbieter, die eine Solekammer vermieten (meist ein umgebauter Pferdeanhänger). In dieser können die Pferde ohne Maske inhalieren und somit kann auch ein positiver Effekt bei Hautproblemen, wie z.B. dem Sommerekzem eintreten. Der Vorteil der Inhalation mit Maske ist jedoch, dass genügend Substanz bis in die unteren Atemwege gelangen kann. Außerdem können Medikamente und andere Pflegeprodukte, wie z.B. bi-medEctoin® mit vernebelt werden. Auch ein Inhalator ist in der Anschaffung teuer, aber es gibt inzwischen viele Anlaufstellen, um Inhalatoren zu leihen oder man kann sich auch hier mit der Stallgemeinschaft zusammentun.

 

Was hast Du für Erfahrungen mit Deinem Pferd gemacht? Hast Du noch weitere Tipps für andere Pferdebesitzer?

 

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